KOJE KLOSE

LIEBE USER UND NETZABHÄNGIGE!

I LOVE YOU ALL! ALL OF YOU!

KOJE KLOSE, 2013-2018, verschiedene Materialien, Mirrorselfie 2018

Prozesskompetenz im Einmachglas

malen: Markt, Händler und Einmachgläser

 

#selfcompetence

@margareta_klose           

Gallery Sophia Vonier Salzburg

lives & works in Salzburg & Vienna 

 

2019-2020   école de recherche graphique Bruxelles erg: Design & Politics

Joëlle Tuerlinckx, Marc Wathieu, Pierre-Philippe Duchâtelet

2018-2020   Master TransArts University of Applied Arts Vienna

2017-2018   Museum of Modern Art Salzburg

2017   Nomination Ö1 Talentestipendium

2016   Scholarship Summer Academy Salzburg Senam Okudzeto

2013-2018   Mozarteum Salzburg: Painting, Sculpture, Art Education

Nicole Wermers, Dieter Kleinpeter, Gunda Gruber, Hildegard Fraueneder, Ingrid  Schreyer

2012-2018    University Salzburg: German Literature, History, Politics,

Social Studies, Art History

 

Collections

City of Salzburg

Art Collection Schlichtner

 

Exhibitions

2020 

23.07.–20.09.2020 Common ground: Jahresausstellung Salzburger Kunstverein

20.06.–11.07.2020 Fortress of Salt: group show Ebensperger Rhomberg Salzburg 

Influenza @Wohlmut, collective art space & residency, Wohlmutstr. 4

1020 Wien

FIT’RI:NA #2 Nourhan Maayouf and Margareta Klose, philomena + Vienna

HAMBURGER LINIE: Performance with Bazon Brock, Leopold Museum Vienna

2019  

SELF COMPETENCE: Performance with art students, erg Gallery Brussels 

MASCARADE MARATHON: queer collective, erg Gallery with Joëlle Tuerlinckx

VEGANATOLIA: vegan Influencer Food Performance with Music release

ANATOLIA SCHNITZEL collective art space: curator, creator, collaborator

PRESERVATION: gallery 7:069 «Cabinet of Curiosities» in Ljubljana City Hall

BIG PICKLE PICNIC Margareta Klose & THE SLICERS Angewandte Festival

PICKLE SHOPPING: group show «lives & works in Salzburg» Gallery Sophia Vonier

PICKLE PICNIC cellar of gallery Rienösslgasse 20 TransArts group show

2018  

Passage 2013-2018: solo show at Gallery Das Zimmer Salzburg

My Gourmet Diary In Preservation Jars ongoing on Instagram

2017  

PRESERVATION 2013-2017: group show Stage Design Barockmuseum Salzburg

PATHOS: group show «Grenzgänge» Bürgerzentrum Salzburg

Im Grünen: solo show in Salzburger Kunstverein Kabinett

Das Blaue vom Himmel: group show «Grenzgänge» Gallery Porcia Spittal/Drau

2016  

Couleurs en route: group show «Next Generation VIII» Gallery Traklhaus

ÖH-Kunstpreis-Ausstellung at Gallery Das Zimmer Mozarteum Salzburg

 

Willkommen in der KOJE KLOSE, dem BLOG von Margareta Klose, von mir. Ich, Margareta Klose, das ist mein Name, jaja, das bin wohl ich, bin eine Unterschrift.

Ich geh’ in der Arbeit unter. Die Arbeit ist mehr als ich.

Wo ist der Ort? Wo bin ich?

Vom jeweiligen Ort ausgehend wird die Institution, dieses geschlossene Kunstsystem, erforscht und mit eigenen Strukturen mittels Versuchsanordnungen mal mehr, mal weniger ironisch konfrontiert. Es geht mir um das Künstlerin-Sein und Kunstmachen in bestimmten Rahmenbedingungen, um das Festhalten von Entstehungsprozessen und künstlerischen Erkenntnisvorgängen, die seltsame Beziehung zwischen Prozess & Produkt, Selbstermächtigung & Selbstvermarktung und um die Erscheinungen von Veränderungsvorgängen.

Ich arbeite Schritt für Schritt an meiner PROZESSKOMPETENZ.

With my artistic practice and research situated on the border between fine arts, literature, education, knowledge production and memory (centered around painting, writing, computational photography and objets trouvés), I develop site-specific installations and performances that resemble cabinets of curiosities, scientific experimental settings, and artists’ ateliers – or better: alchemists’ kitchens. In 2013, I started preserving package and painting materials in water and diverse fluids while I was working with Nicole Wermers in a sculpture and a painting class in Mozarteum and thinking about the container and the contained, painting, production, pickles and food.

Micro-techniques of everyday life, private self-techniques relating to political economic regulation techniques: How are forms of subjectivation produced and are evolving within programmes that call upon subjects for rational behavior? How to participate in an image? Body, floating Pictures and Technology coincide in the dialectical image, the photograph and its documentation and then digitalisation on websites as presentation of a presentation circulating in the world wide web after the act.

The medium is the image. The medium is the trace of itself.

Offene Sinngewinnungsprozesse, die sich installativ in Malereien, handgeschriebenen Text-/Songfragmenten auf Institutionswänden, sowie in Verpackungsmaterial und Einmachgläser-Sammlungen verkörpern: Für die Betrachtenden bieten die VERSUCHE eine MÖGLICHKEIT zu assoziativen, Raum schaffenden Denk- und Werkprozessen. Seit 2013, bei der Arbeit mit Nicole Wermers, konserviere ich in Einmachgläsern Verpackungs- und Malmaterial, das über die Dauer der Jahre fortwährend vergängliche Schichten bildet.  „Malerei wird ins Dreidimensionale, Installative und Inszenierte ausgereizt: ‘couleurs en route’ in immer wieder neu arrangierten ,Aufstellungen’, die spielerisch prozesshaft ein jeweils verschiedenes Narrativ hinterfragen und über Malerei und ihre Materialität evozieren.” Dieter Kleinpeter

Ausgehend von der Malerei entwickeln sich Installationen, die weniger Laboren, vielmehr Wunderkammern, Kuriositätenkabinetten, Ateliersituationen und alchemistischen Küchen ähneln – Orte, die stellvertretend für den kreativen künstlerischen Prozess gesehen werden können. Auch die schaffende Künstlerin wird Teil dieses Orts und Prozesses, sie gliedert sich in die Assoziationskette ein, wird selber zum Material und Produkt, Rationalität wird in Frage gestellt. Die Spirale von Ideenfindung und Produktion entwickelt sich nicht zum Endprodukt, sondern zum Unfertigen und weiter.

Meine Versuchsanordnungen sind offene, veränderbare, prozesshafte, performative Installationen, die ausgehend von dem jeweiligen (Institutions)Ort und einem Objekt oder einem Sprichwort oder Musikstück assoziativ wuchern und zusammenwachsen. Dabei verwende ich Skizzen, Zettelnotizen, Karteikarten, Aphorismen, Zitate aus Literatur, Wikipedia, Sachtexte, Wissenschaft, Werbung und Songs. Arbeitsprozesse und Situationen am Arbeitsplatz im Atelier in der Malereikoje (im Mozarteum Salzburg bei Dieter Kleinpeter, Gunda Gruber, Ingrid Schreyer) oder auch an einem Arbeitstisch wie aktuell in der TransArts-Klasse der Angewandten in Wien (bei Roman Pfeffer, Franz Schuh, Nita Tandon, Franz Thalmair, Rainer Wölzl) halte ich fotografisch-dokumentarisch fest. Ich arbeite gern mit Metallpinnwänden und Magneten als Konstruktionselemente, die das Assoziationsgewächs flexibel weiterwuchern lassen und zusammenhalten. Die Künstlerin wird am Arbeitsplatz zur Strukturalistin am Arbeitstisch und an der Pinnwand. Die Reproduktionen von Pinnwänden, Installationen, Ausstellungen, Performances werden wiederum im Arbeitsarchiv-Blog kojeklose.com festgehalten, der einer Pinnwand ähnlich weiterwächst.

Um in der Arbeits-KOJE KLOSE, dem Arbeitsarchiv-BLOG angenehmer zu versinken, empfiehlt sich ein Taucheranzug: Statt mit Federflügeln zu nah an die Sonne zu geraten (oder zu versuchen, mein Spiegelbild auf der Wasseroberfläche vorm Hineinfallen noch kurz LIVE durchs Smartphone-eye festzuhalten), simuliere ich lieber gleich ein stetig wachsendes Aquarium und Logbuch und Arbeitsarchiv, eine Pinnwand für Kunstmachende, Kunstliebhabende, Sammelnde, Handelnde, Markterforschende, die sich ihren virtuellen Standort dort innerhalb der vegetativen Reproduktionen und Präsentationen von Präsentationen (von Installationen, Einmachgläsern, Texten, Plakaten, Videos und Malereien) stetig neu selber suchen und darin untergehen können.

PATHOS!

Keine Bewirkungskunst!

Dort, wo die Dinge nur Dinge sind, ist der Ort, mein Paradies.

Ich arbeite Schritt für Schritt an meiner Prozesskompetenz.

Fertig bin ich nie gewesen und hatte kein Endprodukt.

Skizzen waren und sind mir die Liebsten.

Entgrenzend wuchernde Gewächse

und gammelndes Material in Einmachgläsern:

Ein Einmachglas kommt selten allein.

Malerei muss schimmeln!

Mit Schlagworten wird im Blog kategorisiert, Blog-Einträge werden verglichen, sie verweisen aufeinander, verbunden und auch ironisch kommentiert und kritisiert durch die Schlagwörter, die immer wieder zufällig auf der Pinnwand auftauchen und verschwinden. Dabei werden auch die Themengruppen klarer formuliert:

der Rückzug ins Private, ausschließen/sich einschließen, Schneckenheim

eingebunden und abhängig vom Ort und von Rahmenbedingungen sein

Das Blaue vom Himmel herunterlügen

die Dauer, das Wachsen, die Veränderung, der Prozess

PROZESSKOMPETENZ

die Konservierung, das Produkt, das Einmachglas, der Markt

PASSAGE

Malerei muss schimmeln!

Seit 2013 konserviere ich in Einmachgläsern Verpackungs- und Malmaterial, sowie Hygienereiniger, neuerdings Konfekt und Kerne in Kunstharz. Das Material bildet über die Dauer der Jahre fortwährend vergängliche Schichten. Obwohl hermetisch verschlossen, gammelt das Material prozesshaft in den entgegen ihrer eigentlichen Verwendung auf Dauer gestellten Einmachgläsern vor sich hin. Angefangen hat das bei Nicole Wermers in der Bildhauereiklasse und zog sich rüber in die Malereiklasse, wo ich nur mehr Malerei einmachte und in Skizzenbücher zeichnete.



*1993 in Berlin

Künstlerische Arbeit:

fotografieren & archivieren

bildhauern, konservieren, produzieren und simulieren

seit 2013 bei Nicole Wermers

malen, einmachen, konservieren, filmen, radieren und handeln auf dem Markt

seit 2013 bei Gunda Gruber, Dieter Kleinpeter, Sigrid Langrehr, Tommy Schneider, Ingrid Schreyer

seit 2018 bei Roman Pfeffer, Franz Schuh, Nita Tandon, Franz Thalmair, Rainer Wölzl

Installationen u.a. im Salzburger Kunstverein (Kabinett), Traklhaus, in der Galerie Sophia Vonier in Salzburg, in der Ljubljana City Hall



Foto: AMIRA WILLEN

 

Einmachgläser-Werkserie 2015-2017

Waschmittel, Pigment, Wasser, WC-Reiniger

diverse Größen, diverse Rezepte

Ich bestätige hiermit, mir der hier gegebenen ökonomisch-produktiven Rahmenbedingungen innerhalb und außerhalb des Marketing-Aquariums und subjektivistischen Logbuchs bewusst zu sein.

“AUFRÜSTEN!”

MACH ORDENTLICHE REPRODUKTIONEN KLEINER VERKÄUFLICHER WANDSCHONER!

Keine Beweise, Ziele, Zwecke oder gar lineare Bedeutungszusammenhänge!

KEINE BEWIRKUNGSKUNST!

KEIN MITTEL ZUM ZWECK!

Unterzeichnet:

CIMG6865

Ich bin eine Signatur.

Fotos: Margareta Klose

Courtesy of the Artist